Basiswissen

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Wozu hospitiert man im Unterricht?

Zu den wesentlichen Aufgaben jedes Schulpraktikums gehört die Erkundung der Schule, das Hospitieren und die Beobachtung von Unterricht. Das Hospitieren hat vor allem eine orientierende und anregende Funktion, da es Lehramtsstudierenden die Möglichkeit bietet, den Unterrichtsalltag kennenzulernen, Unterricht praxisnah mitzuerleben und sich mit dem zukünftigen Berufsfeld auseinanderzusetzen (vgl. Böhmann/Schäfer-Munro 2008, 47).

Viele Studierende fragen sich vor Beginn des Praktikums, welchen Nutzen das „Hinten-drin-sitzen“ und Beobachten haben soll. Wird das Schulpraktikum nur als abzusitzende Notwendigkeit empfunden, kann es schnell langweilig werden. Dabei ist Hospitieren und Beobachten enorm wichtig und Studierende können dabei vieles lernen. Es reicht jedoch nicht aus, sich einfach in den Unterricht zu setzen und zuzuschauen – nur aus einem durchdachten und geplanten Hospitieren und Beobachten kann ein großer Nutzen für den eigenen Unterricht gezogen werden.

Studierende können beispielsweise anhand von Beobachtungen ein Verständnis für die Struktur und Konzeption von Unterrichtsstunden entwickeln. Weiterhin können Einsatz und Wirkung von Methoden, Medien, Sozial- und Aktionsformen beobachtet und reflektiert werden. Auch das beobachtete Lehrerhandeln kann für Studierende gewinnbringend sein (vgl. Studienseminar BBS Trier 2010).

Unterrichtsbeobachtungen bieten also eine Möglichkeit, sich mit dem eigenen oder dem von anderen vorbereiteten Unterricht auseinanderzusetzen. Dabei können Studierende durch Unterrichtsbeobachtungen sowohl Beispiele guter Praxis als auch schwieriger Themen (z.B. Unterrichtsstörungen) kennenlernen und davon lernen. Der eigentliche Lernprozess der Hospitation findet im Anschluss in der Reflexion statt.

Welche Formen von Hospitation gibt es?

Was kann hospitiert werden?

Wie kann hospitiert werden?

Was geschieht nach der Hospitation?

Welche Fehler können beim Hospitieren auftreten?