Sprache & Stil

Sprache und Stil

Bei der Anfertigung von Hospitationsaufzeichnungen sollte man diese nachvollziehbar, einfach und strukturiert gestalten. Zum einen ist dies vorteilhaft, da das beobachtete Unterrichtsgeschehen zu komplex und schnell verläuft, um währenddessen ausführliche Notizen schriftlich festzuhalten. Zum anderen sollten die Aufzeichnungen jedoch auch nicht zu kurz ausfallen. Nachträglich fällt es bei einer zu knappen Notiz schwer, das beobachtete Geschehen zu rekonstruieren und auszuwerten.

TIPP: Es empfiehlt sich, vor der Hospitation eigene Abkürzungen und Symbole festzulegen, die das schnelle Dokumentieren ermöglichen und gleichzeitig die Nachvollziehbarkeit der Aufzeichnungen sichern. Beispielsweise eignen sich für verschiedene Sozialformen folgende Abkürzungen: Plenumsarbeit = P, Gruppenarbeit = GA, Partnerarbeit = PA und Einzelarbeit = EA. Wichtig ist, dass der/die Hospitant/in zuvor festlegt, welche Abkürzung für was steht und sich an diese Bedeutung hält. Dazu kann man ein Abkürzungsverzeichnis anlegen, welches man auch nachhaltig in weiteren Hospitationen nutzen kann.

Bei der Auswertung der Hospitationsbeobachtungen sollte das beobachtete Verhalten einerseits sachlich und objektiv beschrieben werden. Die Reflexion sollte dabei wertschätzend ausfallen.Eine subjektive Bewertung sollte vermieden werden. Besser wäre es an dieser Stelle, Handlungsalternativen zu formulieren. Außerdem ist das Hinzuziehen passender pädagogischer Fachliteratur sinnvoll. Insgesamt sollte man auf einen wissenschaftlichen Schreibstil verwenden. Dabei vermischen sich reflektorischer und wissenschaftlicher Schreibstil, um in der Auswertung Theorie und Praxis zu vergleichen und Rückschlüsse über das Beobachtete zu ziehen.

Bei Hospitationen im Rahmen der Schulpraktischen Studien finden sich HIER weitere Informationen zu Formulierungen und Wortschatz sowie allgemein zum Schreiben eines Berichtes.