Schritt für Schritt

Schritt für Schritt

Hier finden Sie eine Anleitung, wie Sie von Vorüberlegungen bis zum fertigen Lebenslauf gelangen.

1. Der Kontext des Lebenslaufs

Zunächst sollten Sie sich immer klar machen, in welcher Situation Sie Ihren Lebenslauf verwenden und wer diesen lesen wird. Spezifizieren Sie Ihren Lebenslauf und passen Sie ihn an jede Ihrer Bewerbungen an. Ihr allgemeiner Werdegang wird unveränderbar bestehen bleiben, jedoch fällt es Ihnen leichter, eine Auswahl Ihrer Praktika, Ihrer Interessen und Hobbies sowie Ihrer speziellen Kenntnisse zusammenzustellen, wenn Sie daran denken, was für den Leser/die Leserin und die Umstände relevant ist. (Vgl. Püttjer/Schnierda (2012): S 138 f.)

2. Eigenes Profil erstellen

Ebenfalls sollten Sie sich mit Ihrem individuellen Lebensverlauf beschäftigen, denn dieser ist der Inhalt Ihres Lebenslaufs.

Am einfachsten wird es für Sie sein, vom heutigen Punkt an rückwärts ihr Leben zurückzuverfolgen. Versuchen Sie zunächst alles zu notieren, was Ihnen einfällt. Denken Sie auch über Eigenschaften, Interessen und Kenntnisse sowie Erfahrungen nach, die Sie besonders hervorheben. Sie können dazu die Kategorien des Lebenslaufs aus dem Basiswissen nutzen oder eigene Kategorien erstellen und, diese mit individuellen Inhalten füllen. (Vgl. Püttjer/Schnierda (2011): S. 10)

Hilfestellung:

Der folgende Fragenkatalog, zusammengestellt aus Christian Puettjer und Uwe Schnierda [(2006) Überzeugen mit Anschreiben und Lebenslauf – Ihr Weg zum Vorstellungsgespräch] sowie Hans-Jürgen Kratz [(2007) „Handbuch Bewerbung“], hilft Ihnen dabei, Ihr Profil zu erstellen. Diese Notizen werden Ihnen später beim Schreiben Ihres Lebenslaufs und des Bewerbungsanschreibens die Arbeit erleichtern.

Außerdem finden Sie in Püttjer und Schnierdas (2011) „Perfekte Bewerbungsunterlagen für Hochschulabsolventen. Erfolgreich zum Traumjob – auch für Online-Bewerbungen“ oder in Hesse und Schraders (2008) „Die überzeugende schriftliche Bewerbung. Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf erfolgreich formulieren und optimal gestalten“ Checklisten, die Sie für den Aufbau und die Überprüfung Ihres Lebenslaufs nutzen können.

3. Lebenslauf erstellen

Mit Hilfe einer Vorstellung vom Leser/von der Leserin und deren Ansprüchen sowie Ihrem eigenen Profil sollten Sie sich überlegen, wie Sie Ihren individuellen Lebenslauf aufbauen und welche Inhalte wichtig sind.

Sie sollten mit den Inhalten und Kategorien beginnen, die für den Leser/die Leserin am relevantesten sind, meist ist das die letzte Station in Ihrem Werdegang (z. B. Studium oder Beruf). (Vgl. Hesse/Schrader (2010): S. 79 f.)

Stellen Sie sich die Fragen (Vgl. Hesse/Schrader (2008): S. 50-52):

  • Was möchte der Leser/ die Leserin meines Lebenslaufs wissen?
  • Welche Informationen werden benötigt?
  • Welche Kenntnisse, Erfahrungen, usw. passen zu dieser Situation und sollten erwähnt werden?
  • Was zeichnet mich besonders aus und wie kann ich es in den Lebenslauf einbauen?

4. Korrektur und Fremdkorrektur

Sobald Sie den Lebenslauf fertig geschrieben haben, nehmen Sie sich die Zeit, diesen zu überarbeiten. Es wäre schade, wenn Sie wichtige Informationen und Angaben vergessen. Dabei hilft ein wenig Abstand und der Versuch, den Lebenslauf aus einer fremden Perspektive, nämlich der des Personalchefs/der Personalchefin, zu lesen. Nehmen Sie sich auch Checklisten wie die von Püttjer und Schnierda oder Hesse und Schrader (s. Hilfestellung, Punkt 2) zur Hand, um die Vollständigkeit zu prüfen. (Vgl. Püttjer/Schnierda (2012): 154 f.; Hesse/Schrader (2008): S. 64)

Haben Sie Bekannte und Verwandte, die sich mit Bewerbungen auskennen? Dann bitten Sie diese um Feedback. Sie können dazu aber auch gerne in die Schreibberatung kommen.