Sprache und Stil

Wie schreibt man Abstracts?

Sprache und Stil

Um ein „Gefühl“ für die Sprache und den Stil von Abstracts zu bekommen, bietet es sich an, beispielhafte Abstracts zu analysieren. Lesen Sie hierfür die Beispiele aufmerksam und notieren Sie sich Auffälligkeiten, besonders gelungene Übergänge zwischen Sinnabschnitten oder Formulierungen etc. Wenn Sie oft Abstracts schreiben müssen, empfiehlt es sich, eine Datenbank mit Formulierungen, Phrasen, Ausdrücken und Begriffen anzulegen, die Ihnen besonders gut gefallen und auf die Sie immer wieder zurückgreifen können.

Für einen Abstract gelten die üblichen sprachlichen Anforderungen an wissenschaftliche Texte. Allerdings sollten Sie sich insbesondere beim Schreiben eines Abstracts folgende Grundsätze immer wieder bewusst machen und versuchen diese zu realisieren:

  • Verwenden Sie eine klare und eindeutige Sprache. Überfordern Sie Ihre Leser_innen nicht mit unklaren Formulierungen oder unübersichtlichen Syntax-Konstruktion. Die Leser_innen sollten den Abstract nach Möglichkeit bereits beim ersten Lesedurchgang verstehen.
  • Vermeiden Sie Personalpronomen wie ich und wir, solange die Verwendung nicht den sprach- und fachspezifischen Konventionen entspricht. Greifen Sie stattdessen auf Passivkonstruktionen und Metonyme (dieser Artikel, diese Arbeit) zurück. Achtung: In englischsprachigen Abstracts ist die Verwendung von Personalpronomen nicht unüblich. Auch werden weniger häufig Passivkonstruktionen verwendet.
  • Verzichten Sie auf zahlreiche und ausführliche Zitate. Legen Sie den Fokus auf Ihre Arbeit, Ihre Ergebnisse und Ihre Erkenntnisse, schließlich möchten Sie potentielle Leser_innen dazu motivieren, Ihren Text zu lesen.

Im Abschnitt Beispiele und Übungen finden Sie eine Sammlung an Websites mit Formulierungshilfen.

(vgl. Huemer, Rheindorf, Gruber 2012)